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Tippseite für Neueinsteiger (1)
Die hier aufgeführten Gebrauchsvorschläge für Tabakpfeifen sollen dem interessierten Neueinsteiger helfen, seine ersten Schritte nicht grundlegend falsch zu tun. Auf Grund der oft gegensätzlichen Meinungen über viele Details des Pfeiferauchens wird es eine Gebrauchsanweisung für Tabakpfeifen im eigentlichen Sinne wohl niemals geben.Die Tabakpfeife
Wie sieht die beste Anfängerpfeife aus?
Der Tabak
Das Feuer
Das Rauchen
Das Ausrauchen
Eine neue Pfeife einrauchen
Entleeren der Pfeife
Putzen
Ruhepause
Zum Schluß noch drei Buchautoren und ihre hervorragenden Werke zum Thema
Tabakpfeife:
Für Anfänger sollte ein milder Tabak verwendet werden, am Besten nicht zu süss.
Der Tabak sollte frisch sein - bitte keinesfalls einen bereits geöffneten, alten
Tabak zu Beginn verwenden. Der schmeckt nicht und lässt sich nicht gut rauchen.
Von Flakes oder Feinschnitt rate ich ab.
Für das Stopfen der Pfeife gibt es offenbar verschiedene Methoden, ich will hier
kurz meine vorstellen:
Ich verwende meist 50g-Beutel, da ich als Genussraucher sonst das Problem habe, dass
mir der Tabak zu trocken wird. Ist der Tabak ziemlich grob, nehme ich erst etwas
aus dem Beutel und reisse ihn klein, ansonsten beginne ich gleich damit, den Tabak
in die Pfeife rieseln zu lassen. Ist die Brennkammer komplett gefüllt, drücke ich mit
dem Zeigefinger nach unten, etwa bis zur Hälfte. Dann wieder auffüllen, nachdrücken -
insgesamt mache ich das ca. 3-4 Mal. Zum Schluss drücke ich noch ein wenig fester nach.
Anschliessend ziehe ich kurz ohne Anzuzünden - hier muss sich ein kleiner Widerstand
feststellen lassen.
Ist der Widerstand nun zu gross, gibts zwei Möglichkeiten:
Zum Anzünden verwende ich in der Regel ein extra Pfeifenfeuerzeug (Gas), habe ich
das nicht bei der Hand, tut's auch ein normales Streichholz.
Beim Anzünden ist zu beachten, dass man den Pfeifenkopf nicht beschädigt.
Generell ist die Temperatur der Flamme des Streichholzes niedriger.
Man führt die Flamme gleichmässig über den Tabak und zieht nebenbei an der Pfeife.
Anschliessend muss der Tabak mit dem Pfeifenstopfer festgedrückt werden. In der Regel
brennt die Pfeife nach dem ersten Mal nicht - ich zünde also ein weiteres Mal und
drücke fest, während ich an der Pfeife ziehe.
In der Regel zieht man nur soviel, dass die Pfeife in Brand gehalten wird. Wolken
wie bei einer Dampflok bringen weder Rauchgenuss noch Freunde. Ausserdem wird
die Pfeife dann schnell warm und man muss ohnehin aussetzen, wenn man die Pfeife
nicht gefährden will. Ist man sich nicht sicher, hält man die Pfeife an die Backe
merkt man schnell, wenn sie zu heiss ist. Ist das der Fall, ist es höchste Zeit
die Pfeife für 10-15 Minuten abkühlen zu lassen. Man muss sich mal vor Augen halten,
dass die Pfeife noch derart heiss ist - bei einer dickwandigen Pfeife ist das schon
eine Leistung. Man kann sich also ungefähr vorstellen, welche Temperatur in der Pfeife
herrscht. Da eine Pfeife letztenendes aus Holz besteht und Holz brennbar ist, sollte man
ihr nicht zuviel zumuten, um sie nicht zu beschädigen.
Möchte man keine ganze Pfeife rauchen,dann
fülle man von vornherein die Pfeife nur halb,das ist in jedem Fall besser als
sie nicht leerzurauchen.
Zu diesem Punkt gehen die Ansichten sehr weit auseinander,bis
hin zum krassen Gegensatz. Ich mache es folgendermaßen. Eine kleinere Pfeife,bis
max.1 1/2 Zeigefingerglied Brennraumtiefe, fülle ich von Anfang an voll. Eine
Pfeife mit größerem Füllvolumen fülle ich ca.5 mal halb, danach voll. Diese halben
Füllungen haben meiner Meinung nach nichts mit der Entwicklung der Pfeife zu
tun, ich mache es nur meiner Zunge zu liebe. Es ist beim Einrauchen einer neuen
Pfeife von äußerster Wichtigkeit, ganz langsam zu rauchen, besonders, wenn der
Brennraum nicht vorbeschichtet ist (Einrauchpaste, schwarz), sonst gibt es
bei zu schnellem Rauchen evtl. Brandschäden.
Über das Einrauchen gibt es noch ein Extra-Kapitel
Ist die Pfeife zu Ende geraucht,lockere ich den Inhalt des
Tabakraumes mit dem Pfeifenstopfer und rühre ihn durch, so dass sich die trockene Asche von oben nach unten
an den feuchten Boden des Tabakraumes setzt, daraufhin kippe ich den Inhalt der
Pfeife in den Ascher und schlage sie dabei leicht gegen den Handballen. Wer seine
Tabakpfeife auf einem harten Ascher oder Ähnlichem ausklopft, möge selber darüber
nachdenken, ob er eine Tabakpfeife oder einen Hammer hat. Danach lege ich die
Pfeife ab und lasse sie auskühlen. Zu einem späteren Zeitpunkt ziehe ich das
Mundstück leicht drehend aus dem Holm der Pfeife, entferne den Filter und beginne
mit den Putzarbeiten.
Nach jedem Rauchen putze ich meine Pfeife nach dem gleichen Schema.
Erst das Mundstück mit einem Pfeifenputzer säubern und dann den Rauchkanal
anschliessend säubere ich damit den Brennraum (indem ich ihn vorher biege).
Mit einem geknüllten Küchentuch entferne ich dann die restliche Asche aus
dem Brennraum.
Das Mundstück reinige ich mit einem feuchten Tuch.
Eine Tabakpfeife sollte im geputzten Zustand wenigstens einen
Tag ruhen (besser eine Woche).
Richard Carleton Hacker: "Die Kunst Pfeife zu rauchen"
Otto Pollner: "Pfeiferauchen leicht gemacht"
Helmut Hochrain: "Das Taschenbuch des Pfeifenrauchers"
"Helmut Hochrain´s neues Pfeifenbuch"
Mit Rauchern läßt sich reden ... von Klaus Billerbeck